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Rotablation

   

Was ist eine Rotablation?

Rotablation (Synonym –Gefäßbohrer, Rotation = Umdrehung, Ablation = Abtragung) ist ein Verfahren, das bei sehr harten und verkalkten Stenosen (Gefäßverengungen) der arteriellen Gefäße, insbesondere der Herzkranzgefäße angewendet wird. Über einen zuvor eingebrachten Führungsdraht (selbige Technik wie bei der PTCA) wird ein Metallkopf in das Gefäß eingebracht. Dieser ist mit Diamantkristallen bestückt und weist eine sehr raue Oberfläche auf. Mit bis zu 190000 U/min wird dieser durch die Stenose geschoben. Hierbei werden von dem athereossklerotischem Herd oberflächliche, vorzugsweise verkalkte Teilchen entfernt und durch den Blutfluss in die Peripherie gespült und resorbiert. Die Größe der abgefrästen Teilchen liegt bei 5 – 10 µm. Ein rotes Blutkörperchen weist in der Regel eine Größe von 7,5 µm auf.

Wann wird eine Rotablation durchgeführt?

Eine Rotablation wird bei sehr stark verkalkten Gefäßverengungen im Herzkranzgefäßsystem durchgeführt. Ein weiterer Anwendungsbereich sind Rezidivstenosen (wiederholte Verengungen) im Bereich eines Stentes (einer zuvor eingebrachten Gefäßstütze).

  

Wie wird eine Rotablation durchgeführt?

Die Vorgehensweise ist bis zur Darstellung der Stenose der Coronarangiographie gleich. Der Führungskatheter wird nach bekannter PTCA Technik am Eingang des entsprechenden Gefäßes platziert. Der Führungsdraht ist speziell für die Rotablation entwickelt. Er ist im Gegensatz zum PTCA Führungsdraht deutlich steifer. Gesteuert wird der Bohrkopf über einen Fußschalter mit angeschlossener Druckluftturbine. Der Bohrkopf wird über den Führungsdraht bis vor die Stenose geschoben. Das Auffräsen beginnt, indem der Untersucher den Fußschalter betätigt. Die gesamte Untersuchung erfolgt unter ständiger Röntgenkontrolle. Durch eine im System befindliche Spülflüssigkeit wird das abgefräste Material in die Peripherie geleitet. 

 

Gibt es Risiken oder Komplikationen?

Komplikationen können, wie bei jedem anderen medizinischen Eingriff, auch bei dieser Behandlungsmethode auftreten. Dennoch sind vor allem, die möglichen schweren Ereignisse sehr selten. Vor jedem Eingriff erhalten Sie im Rahmen eines ärztlichen Aufklärungsgespräches detaillierte Informationen.

Mitglied der Deutschen Herzstiftung