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Aortenklappensprengung

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Was ist eine Aortenklappensprengung und wie wird sie durchgeführt?

Die Aortenklappe ist eine Herzklappe, welche als Ventil zwischen der linken Herzkammer (linker Ventrikel) und der Hauptschlagader (Aorta) fungiert. Diese kann sich durch verschiedene Ursachen verengen und die Blutzirkulation im Körper- und Lungenkreislauf stark behindern. Das Krankheitsbild der Aortenklappenstenose  (Aortenklappenverengung) zeigt sich relativ lange ohne Beschwerden und äußert sich häufig als Angina pectoris Symptomatik (Brustenge, Herzschmerz), Schwindelattacken, Synkopen (kurzzeitige Bewusstlosigkeit) bis hin zu schweren Herzrhythmusstörungen wie z.B. Kammerflimmern.

 

Diagnostisch kann die Aortenklappenverengung neben den klinischen Symptomen durch die Echokardiographie erkannt und dargestellt werden. Mithilfe der Rechtsherzkatheteruntersuchung werden die Druckwerte im venösen Kreislauf (Lungenkreislauf) als auch im arteriellen Kreislauf (Körperkreislauf), das Herzzeitvolumen (gefördertes Blutvolumen in der Minute) sowie gewisse Druckgradienten bestimmt. Anhand dieser Werte kann die Klappenöffnungsfläche berechnet werden. Zusätzlich wird bei dieser Untersuchung auch die Funktion der Herzkammern und der Herzkranzgefäße beurteilt. Die Valvuloplastie dient zur nicht operativen Beseitigung einer solch schweren Enge der Aortenklappe.

   

Die Therapie richtet sich nach der Schwere der Aortenklappenstenose. Bei einer geringgradigen Verengung wird die medikamentöse Therapie bevorzugt. Die hochgradige Stenose kann im Normalfall nur durch einen operativen Eingriff effektiv behandelt werden. Die Aortenklappenballonvalvuloplastie wird dann angewendet, wenn sich der Patient in einem reduzierten Allgemeinzustand befindet und das Operationsrisiko für einen Aortenklappenersatz zu diesem Zeitpunkt zu groß ist.

 

Voraussetzung für die Aortenklappensprengung ist die Überwindung der Aortenklappe mit einem Führungsdraht. Ist die Klappenöffnungsfläche zu gering, ist ein Durchkommen mit dem Draht oft schwierig bzw. in einigen Fällen nicht möglich. Anschließend wird über den Führungsdraht ein Ballonkatheter in der Klappenebene platziert. Der Ballon wird durch eine schnelle und maximale Inflation (Füllung des Ballons mit einem Kontrast- und Kochsalzmittelgemisch) gefüllt. Hierdurch gelingt das Wiedereröffnen der Aortenklappe. Das Behandlungsziel ist dann erreicht, wenn die Druckverhältnisse sich im Herzen reduzieren und die Klappenöffnungsfläche sich auf mindestens 25% vergrößert hat.

Mitglied der Deutschen Herzstiftung