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Einweiserinformation

 

Sehr geehrte Frau Kollegin, sehr geehrter Herr Kollege,

 

es bestehen drei organisatorische Varianten, um einen Patienten zur Herzkatheteruntersuchung anzumelden. Je nach der Begleiterkrankung und Risiko des Patienten bieten wir eine stationäre, eine kurzstationäre und eine ambulante Diagnostik an. Die Vorgaben der Krankenkassen zwingen uns oftmals zu ambulanten oder kurzstationären Untersuchungen. Sollten Sie sich im Unklaren darüber sein, welche Variante für Ihren Patienten infrage kommt, können Sie uns gerne jederzeit telefonisch kontaktieren.

 

Patienten mit akutem Koronarsyndrom:

Bitte notfallmäßig über unsere Notfallambulanz einweisen. Notwendige Voruntersuchungen wenn vorhanden, bitte mitgeben.

  

  • Aktuelles Labor (nicht älter als 2 Wochen): Blutbild, Kreatinin, TSH.
  • EKG
  • Aktuelle Echokardiographiebefunde
  • aktuelles Belastungs-EKG
  • aktuelle Ischämienachweise
  • bei bypassoperierten Patienten bitte die Bypassanatomie mitgeben
  • bei früheren invasiven Eingriffen ggf. die Katheterbefunde.

 

Aufklärung:

Es muss eine umfassende individuelle Aufklärung durch einen qualifizierten Arzt

und eine schriftliche Einwilligung des Patienten spätestens am Vortag der Untersuchung erfolgen. Ausnahmsweise ist auch eine kurzfristige Aufklärung möglich.

Dann sollte jedoch der Patient darauf aufmerksam gemacht werden, dass er sich

Bedenkzeit ausbitten kann. Bei einer elektiven Untersuchung bestehen daher 2 Möglichkeiten:

 

  • Ambulante Vorstellung zum Aufklärungsgespräch bei entsprechender Terminvereinbarung
  • Aufklärung durch den zuweisenden Arzt

Vorbereitung des Patienten:

 

Der Patient muss nüchtern erscheinen und kann seine Medikamente mit etwas

zu Trinken einnehmen. Möglichst sollte die Metformin-Therapie für 24 bis 48 Stunden vorher abgesetzt werden. Es können jederzeit medizinische oder organisatorische Gründe dazu führen, dass Untersuchungen erst am Folgetag durchgeführt werden können bzw. das primär ambulante Patienten doch stationär bleiben müssen.

 

Nachsorge der Patienten:

 

Ambulante Patienten dürfen nicht selbst Auto fahren und können ca. gegen 13.00 Uhr

abgeholt werden. Bei stationären Patienten erfolgt die Entlassung am Folgetag bei komplikationslosem Verlauf. Bei noch bestehenden Fragen stehen wir Ihnen gerne unter der o. g. Telefonnummer zur Verfügung. Kriterien für stationäre, kurzstationäre und ambulante Durchführung einer Herzkatheteruntersuchung.

 

1. Stationäre Untersuchungen:

(die Herzkatheteruntersuchung ist erst am Folgetag möglich)

  • Hyperthyreose
  • Einnahme von Cumarinpräparaten
  • bekannte Kontrastmittelallergie
  • niereninsuffiziente Patienten
  • schlecht eingestellte arterielle Hypertonie
  • Herzinsuffizienz im Stadium NYHA III und IV
  • insulinabhängiger Diabetes mellitus
  • andere Begleiterkrankungen oder Gründe, die eine stationäre Vorbehandlung erfordern.

Bemerkung: Stationäre Einweisung erforderlich.

 

2. Kurzstationäre Untersuchung:

(Untersuchung erfolgt am Aufnahmetag)

  • Zustand nach TIA bzw. Schlaganfall
  • Lungenerkrankungen
  • Blutungsneigung
  • Adipositas
  • medikamentös geführter Diabetes
  • Alter > 75 Jahre
  • PaVK
  • Klappenvitien
  • bereits ambulant geführter Ischämienachweis
  • Verständigungsschwierigkeiten
  • nicht gewährleistete häusliche Nachbetreuung
  • andere Begleiterkrankungen oder Gründe, die eine stationäre Nachbehandlung erfordern.

Bemerkung: Stationäre Einweisung erforderlich,Aufklärung erforderlich, Voruntersuchungen erforderlich.

 

3. Ambulante Untersuchungen:

Alle anderen, wobei nach Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie der

Untersucher diese Entscheidung trifft.

  

Bemerkung: Ambulanter Überweisungsschein erforderlich, Aufklärung erforderlich, Voruntersuchungen erforderlich.

   

Mitglied der Deutschen Herzstiftung